Ein bisschen Chemie schadet nie

Krefelder Chemie-Akademie auch in Pandemiezeiten erfolgreich

Im Rahmen der Chemie-Akademie Krefeld fördert die Unternehmerschaft Chemie Niederrhein, unterstützt durch CURRENTA, bereits seit mehr als 10 Jahren junge Menschen, die für die Unternehmen als künftige Fach- und Führungskräfte enorm wichtig sind. Deswegen haben wir, Janis Schröther, Jan Philipp Schulte-Uentrop und Isabelle Harms (Q2), uns auch sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass wir mit unseren Bewerbungen überzeugen konnten und als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Chemie-Akademie ausgewählt wurden.

Leider mussten wir uns dann jedoch aufgrund der Corona-Pandemie ein Jahr gedulden, doch das Warten hat sich gelohnt. Auch wenn Corona nie ganz weg war, konnten die Chemikerinnen und Chemiker uns für die chemische Industrie als moderne Hightech-Branche begeistern. Im Rahmen der „Chemie-Akademie“ zeigten uns Mitarbeiter von COVESTRO vom 11. September 2021 bis zum 11. Juni 2022, dass die Chemie beste Aussichten bietet, innovative Lösungen der Zukunft mitzugestalten.

Mit 10 weiteren Schülerinnen und Schüler von insgesamt neun Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs aus der Region haben wir regelmäßig unsere Samstage im CHEMPARK in Uerdingen verbracht und dabei Einblicke in den beruflichen Alltag von Chemikerinnen und Chemikern erhalten. Sich an insgesamt 15 Wochenenden freiwillig um 8:30 Uhr im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen an der Duisburger Straße einzufinden, um fünf Stunden lang Chemie zu erleben, ist nicht für jeden etwas und war ehrlich gesagt auch nicht immer einfach, besonders nach einer anstrengenden Klausuren-Woche, aber es hat sich wirklich gelohnt. Die erfahrenen Ausbilder von CURRENTA haben uns Chemie zum Anfassen geboten. Bei der Chemieakademie konnten wir im Labor und im Technikum des CURRENTA-Ausbildungszentrums selbst chemischen Prozessen auf den Grund gehen und viel von den Ausbildern lernen. „Nicht gucken, sondern machen“ war dabei das Motto. Im Technikum haben wir beispielsweise erfahren, wie eine Produktionsanlage in einem Chemiebetrieb gesteuert und überwacht wird und wie der Aufbau einer Messwarte aussieht. Alles was wir dort in dieser Zeit gelernt und erfahren haben war sehr interessant. Wir haben uns gut mit den Ausbildenden und den anderen Teilnehmenden verstanden und besonders in den Pausen viel miteinander geredet und gelacht.

Nicht nur wir waren von der Chemie-Akademie und ihren Angeboten begeistert. Auch das Feedback der anderen Schülerinnen und Schüler war ausnahmslos positiv. Es gibt viel bessere Möglichkeiten in der naturwissenschaftlichen Bildung als in den meisten Schulen. Den Unterschied hat man gemerkt. Wir konnten unser theoretisches Wissen aus dem Unterricht mit neuem Wissen ergänzen und in der Praxis anwenden und verstehen. Das Angebot war optimal auf unsere Interessen und Fähigkeiten abgestimmt, weshalb wir gerne mit großem Engagement dabei waren.

Viele von uns haben schon vor der Chemie-Akademie überlegt auch nach der Schule beruflich etwas in dem chemischen Bereich anzufangen und haben erkannt, dass die Chemie viele interessante und spannende Zukunftsperspektiven in einer Branche bietet, die sich einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben hat. Auch über eine Ausbildung im CHEMPARK wird nun nachgedacht. Andere interessierten sich einfach für Chemie, v.a. für den praktischen Teil, welcher während der Corona-Pandemie in den Schulen leider überwiegend wegfallen musste.

Isabelle Harms, Q2

Kategorien