Emotionale Rückkehr nach 74 Jahren

Zeitzeugenbesuch eines ehemaligen Schülers

Es war ihm auf Schritt und Tritt anzumerken, wie berührt, aber auch gerührt Herr Dr. Herbert Feyen war, als er - fast auf den Tag genau - nach 74 Jahren wieder seine ehemalige und schon damals sehr geliebte Schule, unser Gymnasium am Moltkeplatz, besuchte.

Anlass war ein auf Initiative von Herrn van Randenborgh arrangiertes Gespräch zwischen dem hochbetagten Gast - er war vor kurzem 91 Jahre alt geworden - und dem Leistungskurs Geschichte der Q 1 unter Leitung von Frau Krause. Vor der Diskussion mit den Schülern/-innen und Schülerinnen kam es erst einmal zu einem Gedankenaustausch, gespickt mit dem ein oder anderen Döneken aus seiner Schulzeit von 1946 - 1952, gemeinsam mit Frau Vitt und eben Herrn v.R. Schon hier merkte man dem Gast seine tiefe Verbundenheit mit der schlossartigen Schule, so sie sein Vater genannt hatte, an. In einer Doppelstunde am frühen Nachmittag kam es dann zu einem intensiven Austausch zwischen Herrn Dr. Feyen und den 16 Schülern/-innen, die sich allesamt in Bestform präsentierten. Gut vorbereitet auf das Zeitzeugengespräch, sehr interessiert vor allem an der Vita des Gastes in den vierziger und Anfang der fünfziger Jahre, dabei stets sachlich und äußerst freundlich, kam es zu einem wirklichen Gespräch, von dem der sehr angetane Gast hinterher bemerkte, dass nicht nur eine Frage seitens der Schüler/-innen ihn zum Überdenken des ein oder anderen Sachverhalts gebracht hätten. Die Schüler/-innen ihrerseits bedankten sich für das Engagement u n d die Offenheit des Ehemaligen mit einem angemessenen Blumenstrauß für seine Lebensgefährtin. Danach nahm Herr Dr. Feyen noch die Artefakten-Vitrine in Augenschein und bestätigte, dass auch noch nach dem 2. Weltkrieg Schülermützen getrugen wurden, aber nicht mehr allgemein. Sehr angetan war er dann von der Aula in ihrer Lichtdurchflutung und ihrer Größe. Gegen 17.00 Uhr endete dann eine durchaus historisch zu nennende Begegnung. 

Der Beschreibung des Besuchs ist das im November/Dezember des letzten Jahres durchgeführte Interview von Herrn van Randenborgh mit dem Gast beigefügt (s.u.).

(Wolfgang van Randenborgh, 05.03.2026)