Gesund durch die Jugend

Die Gesundheitsprävention der Stufe 8 

Die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen nahmen am Montag den 06.07.2026 an einer interaktiven Informationsveranstaltung teil, welchen die Pädagogin Anja Wiese von der AIDS Hilfe Krefeld leitete. 

Zur 3. Stunde versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der 8b im Raum 34 und nahmen in dem großen Stuhlkreis Platz. Zu Anfang war die Stimmung der Teilnehmer noch sehr angespannt, doch dieses sollte sich nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Veranstalterin, mithilfe eines kleinen Spiels, ändern. Nun stellte Frau Wiese allgemeine Fragen woraufhin die Teilnehmenden einen Platz weiter rutschten bei Zustimmung. Der Pädagogin war schnell klar, dass sie heute einiges zu besprechen hatte, als sie bei dem Wort „queer“ nur in Fragende Gesichter schaute. Aus diesem Grund gab es einen kurzen Abstecher zu der Bedeutung des Begriffs und der LGBTQ+ Community im Allgemeinen. 

Anschließend wurde die Begrifflichkeit des Human Immundefizienz- Virus (HIV), bei dem das Immunsystem geschwächt wird, indem es wichtige Zellen außer Gefecht setzt, geklärt und Mythen aufgedeckt. Denn das HI- Virus kann nur über fünf Körperflüssigkeiten und meistens im sexuellen Kontext übertragen werden und nicht etwa bei Berührung oder durch einen Kuss. 

Nach einer kleinen Pause ging es dann mit dem nächsten Spiel weiter. Die Klasse sollte sich vorstellen sie seien ein Forscherteam, welches ein Heilmittel gegen das Virus entwickelt hatte und nun testen wolle. Dieses könne man jedoch nur einer verabreichen zur Auswahl standen sechs. Ein Student, ein Arzt, ein 15 jähriges Mädchen, eine alleinerziehende Frau, ein Geschäftsmann und ein Baby. In der ersten Runde entschied sich die Mehrheit dazu, das Baby zu retten. Viele argumentierten mit der vielen Lebenszeit, die es noch hätte, doch nun wurde weiteres Hintergrundwissen über die Personen preisgegeben, zum Bespiel, dass das Baby eine Aids Waise sei oder die alleinerziehende Frau schwanger. Bei der zweiten Abstimmung entschied man sich also für die Frau, da man so zwei Leben statt eins retten könne. In der dritten und letzten Abstimmung wurde dann der Arzt gewählt, da bekannt gegeben wurde, dass dieser auch an der Forschung beteiligt ist und möglicherweise einen Impfstoff entwickeln könnte. Somit wurden die Schülerinnen und Schüler auf eine Reise durch ihre Einschätzung geführt. 

Im Anschluss behandelte Frau Wiese die „Schuldfrage“ des Anstecken und die Diskriminierung, mit der viele Betroffene immer noch zu kämpfen haben. 

Zum Abschluss erhielt die Klasse eine kurze Einführung über die richtige Verwendung von Kondomen und jeder durfte sich auf dem Weg in die Pause eins mitnehmen. 

Insgesamt war dies eine wichtige und lehrreiche Infoveranstaltung, die aufklärte und dem Thema die nötige Präsenz bat. 

Lisa Borchard (9b)