Der europäische Gedanke in Konzertform am Moltke

„Der europäische Gedanke und das Leitbild unserer Schule ist Gemeinsam. Mehr erreichen. Gemeinschaft - das heißt zusammen, nicht ohne den anderen, als Team sich gegenseitig supporten, anfeuern, Ideen entwickeln und weiterspinnen, füreinander einstehen, kreativ sein“, mit diesen Worten begann Moderatorin Julia Lemke das Europakonzert am 21.06.2022. Begleitet von viel Musik und Kunst wurden an diesem Abend zahlreiche Moltkeschülerinnen und -schüler für besondere Leistungen geehrt. Die zweistündige Veranstaltung stand unter dem Zeichen Europas und es schien, als habe sich das Festkomitee noch mehr ins Zeug gelegt als je zuvor.  Durch lange Vorbereitungen und viel Engagement war ein umfangreicher Abend voller verschiedener Auftritte organisiert worden. Die Aula war mit bunten Europafahnen geschmückt und auch die PowerPoint-Präsentation, die alle Inhalte unterstützte, hatte von Frau Lemke ein farbenfrohes Glow-Up erhalten. Für ihren besonderen Einsatz, Forschergeist, Kreativität und sportliche Höchstleistungen waren an diesem Tag mehrere Jugendliche unterschiedlichen Alters zusammen mit ihren Familien eingeladen worden. Das Konzert startete mit drei Beiträgen des Chors der Stufen 5-7 unter der Leitung von Frau Dederichs und Herrn Bock. Zur Aufführung kamen drei Lieder aus unterschiedlichen Ländern. Gleich zu Beginn begrüßten sie das Publikum mit einem „Hallo, wie geht‘s?“ in Englisch, Niederländisch, Französisch und Spanisch, gefolgt von dem Solo einer französischen Gastschülerin. Nach diesem kraftvollen Einstieg begannen die Ehrungen der Gewinnerinnen und Gewinner von Wettbewerben in Sport, Sprachen, Kunst, Mathematik und Naturwissenschaften, aber auch schulischem sowie sozialem Engagement. Darunter der Vorlesewettbewerb, die Matheolympiade, der Känguru Wettbewerb, The Big Challenge, Einsatz bei Spendenaktionen für die Menschen in der Ukraine sowie die Unterstützung unserer neuen Mitschüler und Mitschülerinnen in der internationalen Klasse. Dabei führten Frau Lemke und die Schülerin Caroline Breitwieser (Q1) als Moderatorinnen das Publikum abwechslungsreich durch das Programm und nahmen sich Zeit, jede einzelne Leistung ausführlich zu würdigen, wobei auch die Teilnehmenden selbst zu Wort kamen. Über Trockenheit und Langeweile konnte sich hier sicher niemand beklagen, denn die beiden unterhielten die Zuschauerinnen und Zuschauer ausgezeichnet. Nach zwei weiteren beeindruckenden Instrumentaleinlagen an Klavier und Querflöte gab es eine kurze Pause, in der die Q1 alle Besucherinnen und Besucher mit Getränken und Salzstangen versorgte. Zeitgleich ließen sich auch die im Flur ausgestellten Kunstwerke zum Thema „Was ist schön?“ bewundern, die, ebenso wie Selbstportraits am Fuße der Bühne, viele neugierige Blicke auf sich zogen.

Auch der zweite Teil des Europakonzertes startete mit drei Stücken des Chors, die von Saxofon und Percussions begleitet wurden. Sie sangen von „Un poquito cantas“ (Ein bisschen singen) und einer Reise durch Europa mit dem fliegenden Teppich. Darauf folgten weitere Ehrungen, wobei die Schülerinnen und Schüler ihren Vorgängern in den erbrachten Leistungen in nichts nachstanden. Verteilt wurden Urkunden und kleine Tütchen mit Süßigkeiten, Stiften und weiteren nützlichen Dingen, die jede Schülerin und jeder Schüler gebrauchen kann. Einen Höhepunkt des Abends boten wohl die beiden Poetry Slams von Isabell Harms und Neele Wieckmann, die auf künstlerische Weise ihre Gedanken mit dem Publikum teilten. Die beiden sehr unterschiedlichen Vorträge handelten von „Einer neuen Zeit“ und der Wahrnehmung anderer, wobei beeindruckende Ideen und Gefühle angeregt und in bildlicher Sprache ausgedrückt wurden. Danach kamen die Zuschauenden in den Genuss eines Alt-Saxofon- Stückes und eines Geigenspiels, beides begleitet von Herrn Joswowitz am Klavier. Bevor die Moderation zum letzten, besonderen Programmpunkt überging, richtete Herr Dr. Zöllner noch einmal das Wort an Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern, in dem er sich bei allen für ihren Einsatz bedankte. Einige Lehrkräfte, die sich besonders für die Organisation der Veranstaltung eingesetzt oder bei der musikalischen Gestaltung geholfen hatten, bekamen von ihm ebenfalls „Preise“ überreicht; bei den Lehrerinnen bestehend aus einem Blumenstrauß, für die Lehrer eine Weinflasche. Auch Peter Michael Friedrichs von Amnesty International, unserem Schulpaten im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, wurde herzlich gedankt. Das letzte Wort wurde dann noch einmal an Caroline Breitwieser abgegeben, die die Europahymne „Freude, schöner Götterfunken“ ankündigte, für die auch der Chor noch ein letztes Mal die Bühne betrat. Schlussendlich konnte Frau Lemke, die sich zuvor bereits verabschiedet hatte, doch nicht ganz an sich halten und forderte das Publikum zum enthusiastischen Mitsingen auf. Der gemeinsame Gesang und eine Spendensammlung für die Fachschaft Musik schlossen das Europakonzert somit rund ab. An Originalität und Einfallsreichtum fehlte es dem Abend also sicher nicht, auch die Musikbeiträge waren erstklassig und die vorgestellten Ehrungen verdient sowie spannend.

Lucia Rücker (8A, Moltke-Redaktion)